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Das Studio Tonbandgerät M15A

 

https://www.facebook.com/BRFranken/videos/729038060581129/

 

 

Eine kleine Beschreibung und ein paar Erfahrungen mit einem Master-Klassiker

 

Da ich auf dem Lande wohne, ist für mich der Anblick von dicken, großen Ackerschleppern oder Treckern wie sie auch genannt werden, nichts Ungewöhnliches. Groß und schwer kommen sie einem vor, aber wenn man beobachtet, wie feinfühlig sich so eine Maschine bedienen läßt, wenn man es denn kann, ist schon bewundernswert.

Mit einem solchen Trecker möchte ich gern die klassische Telefunken-Bandmaschine M15A vergleichen.

Ein Klassiker – dem man es auf den ersten Blick nicht unbedingt ansieht. Obenauf sind nur wenige, spartanisch angeordnete Bedienelemente zu erkennen. Ohne aufgelegtes Band wirken zum Beispiel die Aufnehmer für die Wickelteller unscheinbar und schwach.

Beherrscht wird die Oberfläche von der großen Andruckrolle und den Bandberuhigungsrollen (so heißen sie tatsächlich), die einen großen Durchmesser haben und beim Berühren und Hin- und Herdrehen mit der Hand ein wenig spüren lassen, was gute Lagerung heißt.

Die Köpfe verschwinden unter einer stabilen Abdeckung und man kann sie nur sehen, wenn man sich weit über die Maschine beugt, ja fast einen Kopfstand macht (bei deutscher Schichtlage).

Ganz unten links sind die typischen sehr großen, beleuchteten Tasten für die Laufwerksteuerung, in der Mitte unter den Köpfen eine schmucklose 4-Stellige elektronische Band-Zeit-Anzeige. Sie zeigt Minuten und Sekunden sehr genau an, denn selbst bei wiederholtem Hin- und Herspulen hat sie nur minimalen Schlupf.

Unter einer Klappe rechts unten befindet sich der Hauptschalter, der Geschwindigkeitswähler und der Remote-Schalter, der, wenn er gedrückt ist, die gesamte Bedienung der Maschine unmöglich macht. Die Oberfläche der Klappe ist gleichzeitig die Schneide- und Klebeeinrichtungfür das Band.

 

Foto: M15A Man erkennt deutlich die nüchterne Anordnung der Bedienelemente

 

 

 

 

 

Foto: Bedienelemente unter der Klappe

 

Etwas ganz Wichtiges möchte ich nicht unterschlagen: Hier ist auch der Betriebsstundenzähler, der die Einhaltung der Wartungsintervalle (5000 bzw. 10 000 Stunden) einzuhalten erleichtert. Schön, wenn dieser 4- Stellig ist und gerade ein paar hundert Stunden anzeigt. So weiß man nie, wie oft er schon über 9999 hinausgelaufen ist.

 

Bei Kennern ist diese Anzeige daher zweitrangig, weiß dieser doch auch, daß die Anzeige bereits läuft, wenn nur ein Band eingelegt wird... Diese „Hausnummer“ hat also nichts mit den Kopfstandzeiten zu tun. Ich habe auch schon Maschinen gesehen, bei denen der 5-stellige Stundenzähler (bei manchen Maschinen hat er die!) über 70 000! Stunden anzeigte. Diese methusalem-alten Maschinen laufen hervorragend. Man erkannte nur an den Schmauchspuren der sich erhitzenden Bauteile, daß diese Stundenzahl echt war.

Es gibt „schönere“ Geräte als die Bandmaschine M15A, wenn man an die Aufteilung von Bandführungen, Kopfabdeckung oder Bedienelementen denkt. Da gibt es Maschinen mit filigranerem Aussehen, kompakter und leichter. Die Knöpfe glänzen, die Leuchten sind farbig...Das Blech ist edler , die Kanten runder…alles halt ein bißchen zierlicher und harmonischer.

Wohnzimmertauglich ist ein Tonaufzeichnungsgerät aus der Klasse der M15A nicht unbedingt. Und dann ist das Gerät auch noch höllisch schwer: 55 kg bringt es ohne Extras auf die Waage! Ohne Extras heißt: ohne Gehäuse oder dem sehr typischen Rollwagen.

Im solch einem Rollwagen ist sie größer als eine Waschmaschine und ein aufgelegtes Band ist nur durch seine Wickel, wenn sie denn größeren Durchmesser haben, zu erkennen.

Diese Proportionen gaben dem Aufzeichnungsmedium Band an dieser Stelle auch den Spitznamen „Schnürsenkel“.

Doch der Reihe nach:

 

Klassiker – warum?

Als die M 15A auf den Markt kam, war die Geschichte der magnetischen Tonaufzeichnung schon ca. 40 Jahre alt. Sämtliche Höhen und Tiefen, besonders mit verschiedenen Bändern und Bandsorten, waren durchgemacht.

Unabhängig vom Erscheinen der M15A wurde aber auch fast unmerklich das Ende der analogen Tonaufzeichnung in Deutschland eingeläutet. Trotzdem gab es noch weitere Entwicklungen aus dem Hause Telefunken (M20, M21 z. B.) aber diese Maschinen waren nicht mehr „das Arbeitspferd“ der Ton- und Rundfunkstudios, die Digitaltechnik setzte, unmerklich zunächst, zum Überholen an.

Diese Maschine M15A erfuhr trotzdem in ihrer Geschichte zahlreiche Entwicklungen und Erweiterungen.

Da sie schon bei der Konstruktion als „Baukasten“ entworfen wurde, waren Ergänzungen leicht realisierbar. Die größten Versionen waren neben der 1/4“ - Maschine die 1“ - und 2“ - Geräte mit bis zu 24 Spuren auf denen Karajahn aufnehmen und schneiden ließ, auf denen ABBA und weitere Größen der POP-Kultur ihre Hits einspielten.

Alle Versionen hatten das gleiche Prinzip: Stabiles Laufwerk mit Ton- und Wickelmotoren, darunter – als Einschub oder in Schubladen – vorn die Elektronik für den Audio-Teil, hinten die Elektronik für die Steuerung.

Mit Timecode synchronisierbare Maschinen aller Bandbreiten wurden für die Vertonung von Video und Film gebaut.

Die Audio-Elektronik, aufgebaut auf gedruckten Karten im damals sehr weit verbreiteten Europa-Kartenformat, wurde auch quasi „genormt“: Es gab für alle Maschinen, egal welche Spuranzahl, gleiche Verstärker für Aufnahme und gleiche Verstärker für Wiedergabe. Man konnte zur schnellen Überprüfung durchaus die Karten schnell austauschen.

Vorsicht: das Vertauschen von Aufnahme- und Wiedergabeplatinen in ihren Steckplätzen ist tödlich (Für Maschine und Platinen)

Auf diesen Platinen wurden durch intelligente „Jumper“ oder auch kleine Zusatzplatinen (Piggy-Packs) Entzerrungen, Vormagnetisierungen oder eine Spurwahllogik realisiert. Daher ist es immer wesentlich, daß man sich die Stecker und Codierungen auf den Platinen genau anschaut, wenn eine Maschine nicht das tut, was man von ihr erwartet. Einige gebrauchte Maschinen auf dem Markt dienten letztlich als Ersatzteilträger und waren nicht immer original-bestückt.

 

Foto von einer Wiedergabeplatine

 

 

 

 

 

 

 

Hier die Grundversionen der 1/4“-Ausführung:

M15A-1: Monogerät

M15A1 U: Mono, aber NAB + CCIR umschaltbar

M15A-GPW: Mono mit Pilot

M15A-S: Stereo, 0,75mm Trennspur

M15A-MS: dto. Aber Mono und Stereo umschaltbar

M15A-SU: Stereo mit CCIR + NAB-Umschaltung (eine seltene Ausführung)

M15A-2: 2-Spur mit 2mm Trennspur – in der Regel für den Timecode

Zu diesen verschiedenen Versionen kamen noch die beiden verschiedenen Schichtlagen – international und deutsch – hinzu. Auch hier ließ sich mit wenigen Handgriffen das Gerät umbauen. Selbst die Köpfe auf dem Kopfträger konnten „spiegelverkehrt“ montiert werden.

Der einzige Nachteil: Ein solcher Umbau erforderte eine neue Abdeckung der Bedienelemente und der Bandführung. Die silberne Aluplatte hatte andere Durchbrüche für Andruckrolle und Bandabheber.

Neueinmessung war natürlich danach erforderlich, denn die Köpfe mußten neu getaumelt werden.

Rauschabstand und Umspulzeiten sind in der Studiotechnik recht gängige Werte die durch Pflichtenhefte teilweise vorgegeben wurden.

Bei genauerem Hinsehen sind aber doch gerade die Tonhöhenschwankungen von 0,04% etwas Außergewöhnliches. Hier zeigt das eigentümlich anmutende Antriebsaggregat seine Vorzüge für die Verwendung der Maschine für Masteringzwecke.

Der sehr kleine Motor (Durchmesser gerade mal 50mm incl. Gehäuse) treibt eine riesige Schwungmasse über einen von einer Spannrolle unter konstanter Spannung gehaltenen, breiten Gummiriemen, der der Maschine auch das charakteristische Laufgeräusch verleiht: Ein mehr oder minder lautes Zischen, abhängig von der Geschwindigkeit, ertönt, wenn die Maschine ohne Gehäuse betrieben wird und die Tonwelle läuft. Ein klein wenig Talkum hilft hier, den Geräuschpegel zu senken.

 

Foto des Antriebs

 

Die Auswahl der verschiedenen Köpfe und die Wahl der entsprechenden Elektronik

 

Im Lauf der Zeit haben sich 2 verschiedene Material-Arten für die Köpfe durchgesetzt: Auf der einen Seite die Vacodurköpfe und auf der anderen Seite die Ferritköpfe.

Ich erwähne das deshalb an dieser Stelle, denn hier sind erhebliche Unterschiede in den Klangeigenschaften begründet. Vacodur ist ein weiches Material mit 18µm Spaltbreite, Ferrit hat einen Spalt von 10µm und ist wesentlich härter. Bei Vacodurköpfen ist die Abnutzung sehr gut mit bloßem Auge zu erkennen, bei Ferrit ist dies sehr schwer: nicht der Kopfspiegel wird eingeschliffen, sondern die Oberfläche wird rauh. Bei einer Einmessung muß das natürlich berücksichtigt werden. Ferritköpfe nutzen weniger schnell ab – Vacodurköpfe klingen besser. Allein schon die Übersprechdämpfung der Ferritköpfe, die 10 dB schlechter als die der Vacodurköpfe ist, macht sich im Stereobild bemerkbar. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, daß Ferrit etwas mehr rauscht. Eine ideale Kombination ist: Vacodur als Wiedergabe- und Ferrit als Aufnahmekopf. Das Institut für Rundfunktechnik hat auf diese Weise Meßbänder erstellt. Ich habe diese Maschine in meinem Labor...

 

Foto: Kopfträger mit Vacodurköpfen und 0,75mm Trennspur, den sogenannten „Schmetterlingsköpfen“

 

 

 

 

 

 

Foto: Kopfträger der Meßmaschine mit 2mm Trennspur. Deutlich ist der 2-kanalige Löschkopf zu erkennen.

 

Dann gibt es noch einen gravierenden Unterschied: Bei einer Stereomaschine ist die Trennspur zwischen den Kanälen nur 0,75mm und bei einer 2-Kanalmaschine sind das 2mm. Hintergrund: Die Übersprechdämpfung wird vergrößert, denn man muß ja damit rechnen, daß der eine Kanal mit Sprache und der andere vielleicht mit einem Big-Band-Sound belegt wird. Bei der 2-kanalversion ist auch der Löschkopf 2-spurig und die Maschine hat einen Taktverstärker. Während die eine Spur vom Aufnahmekopf wiedergegeben wird, kann die 2. Spur direkt darunter „im Takt“ bespielt werden. Hier ist auch wieder auf die richtigen Jumper und Piggy-Packs auf den Platinen zu achten.

 

Abgleich und Einstellmöglichkeiten

 

Vor allen Dingen ist die Höheneinstellbarkeit aufgeteilt in HI und HII. Das bezieht sich auf die Frequenzen um 7 und um 14 kHz. Bei anderen Studiomaschinen gibt es an dieser Stelle nur einen Einsteller und man muß die Frequenzgangkurve allein mit der Vormagnetisierung „glätten“.

Was natürlich bei der Einmessung nicht passieren sollte: Beim Abgleichen der Frequenzgänge der einzelnen Geschwindigkeiten die Farben der Einstellpotis zu verwechseln: Rot steht für 38cm/s und Blau für 19cm/s.

Denn einmal den Schraubendreher im falschen Schlitz – und man fängt wieder von vorn an!

Eine Steigerung dieser „Katastrophe“ gibt es bei der 24-Spur, die auch mit 2 Geschwindigkeiten arbeitet.

 

Foto: Geöffnetes Verstärkermagazin einer ¼“-Maschine. Die Lage der Abgleichpunkte ist sehr übersichtlich angeordnet.

 

Meine Erlebnisse mit diesen Maschinen

 

Nachdem man eine Maschine aus einem Fundus, ebay, Studio, oder wo auch immer – gekauft, wie besichtigt – erstanden hat, sollte man vor dem Einschalten doch einmal vorsichtig an der Schwungmasse drehen, schauen, ob der Motor mitläuft und der Riemen keine kleinen Risse hat (Altersschwäche). Dann lohnt sich der Blick in das Verstärkermagazin, denn auch hier kann mal ein Praktikant in der Eile Platinen vertauschen (S. oben). Auch sollte man schauen und fühlen, ob alle Platinen richtig gesteckt und fest sitzen. Besonders kritisch sind hier die Steuerplatinen (hinten) für das Laufwerk. Wackelkontakte hier führen zur Zerstörung.

 

Die Wickelteller sollten sich drehen lassen (festgebackene Bremsen) und vielleicht ist auch schon das Klicken der Schleppschalter – zuständig für die Impulse der Laufwerkslogik – hörbar.

Entstauben – saubermachen: Das fängt bei den Oberflächen an und endet bei den Köpfen.

Dann wird es spannend: Anwerfen des "Traktors":

Die Maschine aus dem Dornröschenschlaf wachküssen – erstes Einschalten – Hochlauf – oder auch nicht – stinkende Tantalelkos – Reparatur – Einmessen – benutzen und genießen.

Jetzt mutig sein und einschalten! Genau beobachten, ob es irgendwo qualmt. Wenn ja, wo.

Vorne am Zählwerk (das ist nicht sehr schlimm – 10µF, 4,7 Ohm) – hinten am Laufwerk oder aus der Mitte (schlimm, denn an diese Bauteile (10 µF) kommt man nicht so gut dran) .

Ich beschreibe das absichtlich so, denn meist sind es die kleinen Tantalelkos, die bei einem „Hochgehen“ entsetzlichen Qualm bilden, dessen Duft sich tagelang im Zimmer hält.

In den 70er und 80er Jahren waren diese weit verbreitet, da sie bei sehr kleiner Bauform eine hohe Kapazität besitzen, und es leider erst Jahre dauerte, bis man erkannte, daß diese kleinen Dinger „Zeitbomben“ sind.

Es gibt unzählige Audio-Geräte, die nicht mehr funktionieren, weil irgendwo eine solche „Pille“ hochgegangen ist. Hallgeräte, Mischpulte, Kompressoren….

Selbst wenn Maschinen gewartet wurden und schon lange ohne Probleme gelaufen haben, kann es immer noch zu solchen „Abbränden“ kommen.

 

Foto: Tantals

 

Doch weiter in unserer Inbetriebnahme:

Wenn noch alles ruhig ist und nichts stinkt, vielleicht sogar eine Lampe in der Anzeige für die Geschwindigkeit leuchtet, dann die rechte Bandführung nach innen drücken – der Tonmotor schaltet sich ein und das Zählwerk sollte 00.00 zeigen. Der Hochlauf einer Maschine, die lange gestanden hat, klingt wie ein Zwischending zwischen Rasenmäher und Sägewerk. Auch ein Stottern im Antrieb, quasi wie Fehlzündungen bei einem Viertaktmotor, muss nicht unbedingt der Hinweis auf etwas Schlimmes sein.

Nerven behalten!

Das beruhigt sich meist in der ersten Stunde. Wenn nicht – Riemen prüfen – Spannung der Spannrolle prüfen – notfalls Lagerwechsel an der Tonwelle oder – schlimmer – Austausch des Tonmotors. Wenn man Glück hat, das Gerät nimmt Fahrt auf und man erkennt an der Schwankung der Helligkeit der Lampen, daß etwas geregelt wird, leuchtet dann nach ca. 10 Sekunden die Lampe der Stop-Taste auf, wenn sie nicht durchgebrannt ist. Das signalisiert daß die Tonwelle die richtige Drehzahl hat. Nicht stutzig werden, wenn nach Einschalten der Maschine bei 38 nichts leuchtet. Diese Lampe ist bei den meisten Maschinen einfach durchgebrannt, weil sie zu 90% ihres Lebens mit dieser Geschwindigkeit arbeiten. Die 19er Anzeige tut es meist. Das Auswechseln der Lampen ist einfach, wenn man weiß, daß man die Halteschraube nicht ganz herausdrehen darf… Dann sollte man ein altes Band auflegen und schauen ob die Maschine richtig läuft. Rangieren, vorsichtig spulen, Start und Aufnahme. Keine Aufnahme? Hier gibt es einen Schalter auf der SL11-Platine, Verstärkermagazin, 5. Von links: Safe und Ready. Dieser muß auf Ready stehen.

Meistens funktioniert eine solche Maschine dann auch. Es dauert ein paar Stunden, bis die Mechanik und Elektronik sich richtig eingelaufen hat, das Einmessen und Justieren sollte man erst nach einigen Stunden machen, denn auch die Bauteile müssen sich nach einem langen Lagern wieder neu formieren. Da läuft sie dann, die klassische Maschine, von der es mit Sicherheit nicht mehr sehr viele gibt.

Die Funkhäuser haben auf Digital oder Serverbetrieb umgestellt, die klassischen Studios, in denen 4 Maschinen in Reihe standen, gehören der Vergangenheit an.

Vier Geräte für Aufnahme und Wiedergabe mit Redundanz.

Viele Geräte wanderten in die Container zum Schrott und die wenigen Studios oder Liebhaber, die eine Maschine ihr Eigen nennen, geben sie nicht ab, da sie einen unvergleichlich guten, analogen Klang hat.

Der letzte Versuch, nach der Auflösung von AEG-Telefunken für die ARD noch eine Maschine mit der Funktionalität der M15A zu bauen, unternahm Studer in den 80er Jahren: heraus kam die Studer A 816, eine Kopie der Telefunken M15A, die aber nur in sehr wenigen Stückzahlen gebaut wurde und sich aufgrund einer nicht sehr zuverlässig funktionierenden Steuerlogik keiner großen Beliebtheit erfreute.

Die M15A ist auch heute noch im Ausland – und hier besonders in Afrika und Südamerika das Arbeitspferd Nr. 1, denn auch bei tropischen Temperaturen und hoher Luftfeuchte zieht sie sanft aber gleichmäßig und zuverlässig ihr Band durch.

Aus meiner Erfahrung mit diversen Studios weiß ich: je mehr digitalisiert wird, desto mehr legt man wieder Wert auf analogen Sound.